Kommunales Denkmalkonzept Vierether Keller gestartet

„Was verbinden Sie mit den historischen denkmalgeschützten Felsenkellern in Viereth?“, unter anderem dieser Frage gingen am 30. November 2017 die Teilnehmer der ersten Projektwerkstatt Vierether Keller nach. Auf Einladung der 1. Bürgermeisterin Regina Wohlpart und mit fachlicher Unterstützung des beauftragten Planungsbüros transform waren geschichtskundige Vierether sowie Vertreter aus den örtlichen Vereinen im Rahmen einer knapp dreistündigen Abendveranstaltung im Pfarrzentrum Viereth zusammengekommen.

Bevor die Teilnehmer selbst aktiv wurden, erörterten die Bauforscherinnen Martina Engelhardt und Julia Merz ihre bisherigen Untersuchungsergebnisse. Dabei erfuhren die Zuhörer reichlich Interessantes über den alten Bergbräukeller und den sog. Rathausbrunnen. Auch wurde deutlich, dass es zwar viele Braukeller im Landkreis gibt, die historischen Quellwasserbrunnenstuben wie die in Viereth aber ein Alleinstellungsmerkmal darstellen. Dieser Ansicht ist auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege das das Kommunale Denkmalkonzept angeregt hat. Der Projektstartschuss fiel dann im Juli diesen Jahres im Gemeinderat und damit verbunden der Auftrag an die lokalen Akteure unter fachlicher Anleitung ein nachhaltiges Bespielungskonzept für die denkmalgeschützten Keller zu erarbeiten. „Der Zeitpunkt ist richtig!“, davon ist Bürgermeisterin Wohlpart überzeugt. Zum einen weil aktuell die Dorfplatzneugestaltung läuft und damit auch bauliche Sicherungsmaßnahmen an den Kellern miteingeplant werden könnten, zum anderen weil sowohl die Städtebauförderung als auch das Denkmalamt finanzielle Mittel für das Kellerkonzept in Aussicht gestellt haben. An der Projektwerkstatt selbst hielten sich die Planer Alexandra Baier und Markus Schäfer bewusst im Hintergrund. Sie sammelten und gewichteten die am Ende des Abends doch sehr zahlreichen Vorschläge, die dann im nächsten Schritt mit einer breiten Öffentlichkeit Anfang kommenden Jahres diskutiert werden sollen. Auch werden Interessierte dann die Möglichkeit haben sich selbst ein Bild von den Kellern zu machen und sich auch aktiv in den Prozess einzubringen, u.a. durch eine Wunschpostkarten-Aktion.


Der Termin für die öffentliche Kellerbesichtigung und die begleitende Veranstaltung werden noch bekannt gegeben.

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