Ein Wohnzimmer für alle Bürgerinnen und Bürger im Zentrum von Viereth

Im Rahmen der engagierten Bürgerarbeit am integrierten Stadtentwicklungskonzept stellte sich heraus, dass sich die Einwohner von Viereth einen Ortsmittelpunkt samt Vereinshaus wünschen. Erste Voraussetzung für die Umsetzung war der Grunderwerb des Anwesens Schulstraße 2 in Viereth. Ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb für den Bereich der Klosterwiese und Rathausumfeld lieferte die konzeptionelle Vorarbeit.


Im Rahmen der Freiraumplanung stellte sich die unter der Platzfläche befindliche historische Kelleranlage als technisch und denkmalpflegerisch zu meisternde Herausforderung und gleichzeitig als Vorbedingung für die Neuordnung des öffentlichen Raumes heraus. Zeitgleich mit der Fertigstellung der Fläche erfolgte die Umsetzung des angrenzenden Vereins- und Bürgerhauses unter tatkräftiger Mitwirkung der Bevölkerung und der Ortsvereine aus Viereth und Weiher. Lange Überlegungen und Beratungen mit den Planungsbüros sind der Bauphase vorausgegangen. Damit verbunden war die Abstimmung im Gemeinderat und den Fachbehörden.
Bei strahlendem Sonnenschein erfolgte am Sonntag, den 20.10.2019 die feierliche Einweihung des neuen Dorfplatzes und viele Bürger und Besucher wohnten dem Festakt bei. Bei ihrer Festlaudatio betonte 1. Bürgermeisterin Regina Wohlpart die Wichtigkeit des Projektes: „Wenn wir unser schmuckes Vereins- und Bürgerhaus so betrachten mit dem imposanten Dorfplatz und an die Zeit vor 15 Jahren denken, kann man den Spruch – nichts ist unmöglich – doch wörtlich nehmen.“ In ihrer Ansprache bedankte sich die Bürgermeisterin bei allen, die zum Gelingen des Projektes und der Umsetzung des Bauvorhabens mit beigetragen haben, insbesondere bei dem beteiligten Planungsbüro Eis aus Bamberg (Vereinshaus) und dem Planungsbüro Bode aus Berlin (Dorfplatz) und bei den mit der Umsetzung beauftragten Bau- und Fachfirmen. Ein herzlicher Dank erging auch an die Geistlichkeit, Herrn Pfarrer Bergmann und Frau Pfarrerin Deinzer, für die würdevolle Gestaltung des Festgottesdienstes und der Segnung der Örtlichkeit, der Rathausmannschaft und Geschäftsleiter Franke für die Engelsgeduld bei der Bewältigung der fachlichen Herausforderung bei der Projektumsetzung. Auch die Politik aus Nah und Fern zeigte sich beeindruckt von der realisierten Neuordnung der neuen Dorfmitte von Viereth. Neben Herrn Landrat Johann Kalb konnten auch der parlamentarische Staatssekretär und Mitglied des Bundestages Thomas Silberhorn und Staatsministerin und Mitglied des Landtages Melanie Huml, Mitglied des Bundestages Andreas Schwarz und Frau Kreisrätin Barbara Müllich sowie die Bürgermeister aus den Nachbargemeinden begrüßt werden.
Eine Realisierung eines solchen Projektes ist jedoch nur möglich, wenn auch ausreichende Fördermittel aus Bundes- bzw. Landesmitteln zur Verfügung stehen. In seiner Begrüßungsansprache betonte Herr Michael Mohnkorn von der Regierung von Oberfranken (Städtebauförderung) die Wichtigkeit zur Schaffung eines Ortes mit Aufenthaltsqualität. Deshalb und aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten durch Verwaltung und Gemeinderat konnten bei einem voraussichtlichen Baukostenvolumen in Höhe von 1.808.000,00 Euro Fördermittel in Höhe von 1.124.000,00 Euro in Aussicht gestellt werden. Der Eigenanteil in Höhe von rund 676.000,00 Euro verbleibt bei der Gemeinde, so Mohnkorn.
Auch die erste Artikelstation für den Weg der Menschenrechte in der Gemeinde Viereth-Trunstadt in Form einer Weltkugelskulptur, gestaltet von Georg Klesse aus Viereth, hat einen würdigen Platz im Bereich der Dorfmitte gefunden. Der Arbeitskreis „Wandern“ hat hervorragende Arbeit in den letzten Monaten und Jahren geleistet, so die Bürgermeisterin. In den nächsten Monaten wird der Dorfplatz mit Leben erfüllt, so findet bereits Ende Oktober eine kleine Halloweenparty für Kleinkinder auf dem Dorfplatz und in der Kelleranlage statt und im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Krippenfreunde Viereth wird im Dezember für eine Krippenausstellung die denkmalgeschützte Kelleranlage für die Öffentlichkeit geöffnet.

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön an:
- den Gemeinderat für die Beschlussfassung zur Realisierung des Projektes,
- die Fördergeber, der Regierung von Oberfranken,
- den Landkreis Bamberg und die Untere Denkmalschutzbehörde für die fachliche Begleitung des Projektes,
- die Ortsvereine und die Ortskultur aus Viereth und Weiher für die Mithilfe, Vorbereitung und Mitorganisation der Feier
- die Blaskapelle Maafischer und den Kirchenchor Viereth sowie die Band „Bassdschoso“ für die musikalische Umrahmung der Feier,
- die Metzgerei Eichhorn und die Brauerei Mainlust aus Viereth für die gastronomische Un-terstützung,
- die Nachbarn und Bürger für ihr Verständnis während der Bauphase

und an alle, die wir jetzt noch vergessen haben.

Wir sagen einfach nur Dankeschön!

Bilder von der Einweihungsfeier, dem Dorfplatz mit Vereins- und Bürgerhaus sowie den Kelleranlagen

Bildquellen: Gemeinde Viereth-Trunstadt, Erich Beck - Luftbildaufnahmen

 

 

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